Jahrestagungen / Workshops
28. Jahrestagung der AGOA vom 13. bis 15. April 2026 an der Bischöflichen Akademie Aachen
Vom 13. bis 15. April 2026 fand an der Bischöflichen Akademie Aachen die 28. Jahrestagung der AGOA statt (vgl. Foto). Daran nahmen 67 Ordensarchivarinnen, Ordensarchivare und Referierende teil.
Am Montag, dem 13. April, begann um 14 Uhr der offizielle Teil der Tagung mit einem Kaffee. Um 14.30 Uhr begrüßte die Vorsitzende der AGOA, Sr. Christiane Roth OSB, die Anwesenden.
Um 14.45 Uhr setzte sich Tony Franzky vom Erzbischöflichen Archiv in Freiburg, dort Leiter des Sachgebiets Digitales Archiv, mit dem Thema „Das Internet vergisst nicht. – Warum wir trotzdem Websites und Social Media archivieren sollten. Wege, Umwege und Sackgassen in der Praxis“ auseinander. Er beschrieb zunächst die Praxis digitaler Archivierung im Freiburger Diözesanarchiv, bei welcher u. a. Schutzdigitalisate, Websites, Fachverfahren, E-Akten, digitale Abgaben und schwachstrukturierte Fileablagen bereits eine große fachliche Herausforderung darstellen. Auf der Grundlage des OAIS-Modells (Open Archival Information System) und gestützt durch einschlägige Bestimmungen in den meisten Archivgesetzen stehen die Archive vor der zentralen Herausforderung, eine dauerhafte, also nicht zeitlich befristete Archivierung digitaler Unterlagen sicherstellen zu müssen. Diese wiederum zeigen sich in völlig unterschiedlichen Formaten (z. B. Videos, Fotos, Audiodateien, E-Mails, Texte), die erhebliche Datenmengen umfassen. Eine große Gefahr für eine dauerhafte Sicherung birgt auch der Umstand der schnellen Vergänglichkeit der Trägermedien für digitale Informationen, so dass hier, zumal im Zeichen des raschen technischen Wandels der Hardware, eine regelmäßige Migration der digitalen Daten notwendig ist.
Da der Erhalt der ursprünglichen digitalen Daten im Einlieferungszustand unbedingt garantiert sein muss, muss dafür Sorge getragen werden, dass nicht die geringsten Informationsausfälle im Zuge der Migrationen eintreten. Auch die Speichermedien sind gefährdet, liegt doch jene bei USB-Sticks oder SSD/HDD-Festplatten bei nur etwa fünf Jahren und jene von CDs/DVDs bei 20 bis 100 Jahren, ungeachtet des relativ schnellen Verlustes zur Wiedergabe geeigneter Laufwerke. Sogenannte NAS-Speicher oder Clouds bieten hier eine hohe Speichersicherheit, sind aber auch von dauerhaften Kosten begleitet. Darüber hinaus erfordert auch die Bewertung und Handhabung langfristig lesbarer Dateiformate eine hohe fachliche Kompetenz, die in der Regel nicht zum Werkzeug „klassischer“ Archivarbeit gehört. Dies verweist einerseits auf den notwendigen Mut, sich zumindest Grundlagen einer gewissen Fachlichkeit anzueignen, andererseits aber auch auf die Notwendigkeit einer fachlichen Vernetzung und Kooperation im Hinblick auf die Herausforderungen digitaler Archivierung. Abschließend betonte der Referent in aller Deutlichkeit, dass digitale Archivierung mehr als Speichern bedeutet und dass sie eine unverzichtbare archivische Pflichtaufgabe ist.
Der zweite Vortrag des Nachmittags von Dr. Thomas Krämer (Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim-Brauweiler) setzte sich mit einer konservatorischen Herausforderung für Bibliotheken wie auch Archive auseinander, nämlich mit der „Papierentsäuerung – Theorie und Praxis“. Papier ist vielfach gefährdet, sei es durch Alterung, Materialbeschaffenheit, Nutzung, Schädlinge, Licht oder klimatische Einwirkungen. Endogene wie exogene Schadensfaktoren bedrohen daher nicht nur Bibliotheks-, sondern auch Archivgut. Aus archivischer Sicht bedarf es daher ggf. gezielter konservatorischer Maßnahmen.
Die Herstellung wie auch die Zusammensetzung von Papier zeigen unterschiedliche Entstehungswege, wobei die Umstellung auf eine industrielle Herstellungsmethode mit dem Übergang zu auf Holzschliff basierenden Papieren seit Mitte des 19. Jahrhunderts aus konservatorischer Sicht von größter Bedeutung ist, da solche Lignin enthalten und somit weniger alterungsbeständig sind als die früher verwendeten Hadernpapiere. Besonders gefährdet sind dabei Papiere aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei als zusätzliches gefährdendes Moment eine saure Leimung der Papiere hinzukommen kann. Industriell gefertigte Papiere sind bereits säurehaltig und der Abbau von Lignin setzt weitere Säuren frei, was zu dem sogenannten Säurefraß führen kann – eine kontinuierliche und unumkehrbare Entwicklung. Davon sind große Teile der Papiere in Archiven und Bibliotheken betroffen. Eine Verbesserung der Aufbewahrungsbedingungen kann einen solchen Prozess nur verlangsamen, die Versäuerung selbst aber nicht aufhalten.
Hier greifen Maßnahmen der (Massen-)Entsäuerung ein. Die Einbringung eines chemischen Puffers in das Papier neutralisiert vorhandene Säuren und fängt neu entstehende Säuren auf, so dass die Lebensdauer des Papiers deutlich verlängert wird. Die Durchführung geschieht durch spezielle Dienstleister, wobei sowohl Einzelblatt-Entsäuerung (sog. Batelle-Verfahren) als auch Blockentsäuerung möglich sind. Die Vorteile dieser Maßnahmen sind evident: Das Original bleibt erhalten, die Haltbarkeit wird verlängert und die Archivalien bleiben nutzbar. Archive können Möglichkeiten einer finanziellen Förderung von Entsäuerungsmaßnahmen beantragen (z. B. über die Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturgutes [KEK], die Landesinitiative Substanzerhalt LISE in NRW, das Landesprogramm Bestandserhaltung in Hessen u. a.).
Nach Vesper und hl. Messe in der Kapelle der Akademie und dem Abendessen fand der erste Tag um 20 Uhr seinen Abschluss durch einen Vortrag der Aachener Diözesanarchivarin Dr. Beate Fleck, die „Das Bistum Aachen und die Orden im heutigen Bistumsgebiet“ vorstellte. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Zeit von 800 bis zur Gegenwart stellte sie die Geschichte von Klöstern und Ordensgemeinschaften im Sprengel des 1930 neugegründeten Bistums vor. Bis zur Säkularisation 1802 gehörte dieser zu verschiedenen Bistümern, darunter u. a. zu Roermond, Lüttich und Köln. Zwischen 1802 und 1825 bestand vorübergehend ein durch Frankreich gegründetes Bistum Aachen, das dann in seinem nördlichen Teil dem neugegründeten Erzbistum Köln zugewiesen wurde. Beginnend mit dem um 800 gegründeten Marienstift in Aachen und dem benediktinischen „Musterkloster“ Kornelimünster beschrieb die Referentin die Situation der Klöster und Stifte um die Jahre 1100, 1500 sowie Ende des 18. Jahrhunderts. Auffällig ist, dass mit Ausnahme von Krefeld die Reformation keine signifikanten Einflüsse im Sprengel zeigte. Die weiträumigen Klosteraufhebungen im Kontext der Säkularisation im Jahr 1802 überlebten mit den Aachener Alexianern nur eine männliche Gemeinschaft und zehn Frauenklöster auf Grund ihrer gesellschaftlichen „Nützlichkeit“, wenn auch unter die Verwaltung von Hospizienkommissionen gestellt und mit weiteren Einschränkungen.
Die Archivalien der aufgehobenen Klöster finden sich in ganz unterschiedlichen Archiven (Staats-, Pfarr-, Diözesan- und Stadtarchive, aber auch in Privatbesitz). Einige der ehemaligen Klosterkirchen wurden nicht abgerissen, da sie z. B. als Pfarrkirchen weitergenutzt wurden, einige (z. B. Steinfeld in der Eifel) wurden später durch neue Ordensgemeinschaften genutzt. Seit 1840 ist eine gewisse Zäsur in der Entwicklung auszumachen, da sich – auch auf der Grundlage einer gewandelten Rechtslage – neue Gemeinschaften konstituierten, die überwiegend die sozialen Probleme jener Jahrzehnte zu lindern suchten (z. B. Schwestern vom armen Kinde Jesus, Armen-Schwestern vom hl. Franziskus, Armen-Brüder vom hl. Franziskus). Die Kulturkampfgesetze der Jahre 1872 bis 1875 tangierten auch die Situation der Ordensgemeinschaften und viele Klöster, mit Ausnahme krankenpflegender Gemeinschaften, wurden ins ausländische Exil gezwungen bzw. mussten geschlossen werden. Nach dem Kulturkampf erfolgte seit den späten 1880er Jahren eine Rückkehr der Gemeinschaften, die auch im Gebiet des späteren Bistums Aachen in den nächsten Jahrzehnten zu einer später nie mehr erreichten Intensität apostolischen Wirkens beitrugen. Den zahlenmäßigen Rückgang der Ordensleute seit den 1930er Jahren veranschaulichte die Referentin an mehreren Grafiken. Die dramatische Situation in der Gegenwart wird letztendlich durch den in jüngerer Vergangenheit verstärkten Zustrom außereuropäischer Gemeinschaften nicht aufgehalten werden.
Der zweite Tag begann nach Laudes und Frühstück um 9.30 Uhr mit dem Vortrag von Maike Jung (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Landesgeschichte an der Universität Saarbrücken) über „Das Netzwerk des Apostolischen Vikars Johannes Theodor Laurent 1804–1884. Einschlägige Quellenstudien in Ordensarchiven“. Die Ausführungen der Referentin basierten auf ihrem Dissertationsprojekt über katholische Frömmigkeit in der Grenzregion zwischen Rhein, Maas und Mosel bzw. die Wandlungsprozesse des Katholizismus im Spannungsfeld von Regionalisierung und Internationalisierung zwischen 1830 und 1870. Zeitgenössische Netzwerke spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Die Referentin arbeitete beispielhaft die Rolle des geborenen Aacheners Laurent heraus, der 1841 zum Apostolischen Vikar in Luxemburg ernannt wurde. Das Großherzogtum erhielt in ihm eine kirchlich-hierarchische Spitze und es war Laurents große Herausforderung, neue Strukturen in die kirchliche Selbstverwaltung, in der Gebiete ganz unterschiedlicher Bistumstraditionen zusammengefasst wurden, zu bringen, aber auch katholische Frömmigkeitstraditionen und
-praktiken zu reaktivieren bzw. einzuführen. Dies konnte nur funktionieren, da er sich nicht nur als Einzelakteur einbrachte, sondern geradezu auch der Knotenpunkt und die Scharnierfigur in einem weit gespannten katholischen Netzwerk wurde. Letztere Rollen setzte er auch fort, nachdem er 1848 Luxemburg hatte verlassen müssen und seitdem in Aachen bzw. seit dem Kulturkampf im nahen niederländischen Simpelveld lebte. Dieses Netzwerk zu führenden Persönlichkeiten des europäischen Katholizismus, das die Referentin an einigen Beispielen darlegte, verband unterschiedliche Räume und Altersgruppen mit einem Schwerpunkt im rheinisch-luxemburgisch-belgischen Grenzraum. Fest verankert war Laurent in seinem Aachener Umfeld, wozu Kontakte zu Familien des gehobenen Bürgertums gehörten, aus denen auch Ordensgründerinnen wie Clara Fey (Schwestern vom armen Kinde Jesus) oder Franziska Schervier (Armen-Schwestern vom hl. Franziskus) gehörten. Zahlreiche weitere Ordenspersonen standen in stetigem Austausch mit Laurent. Erwähnt werden müssen in diesem Kontext auch die Kontakte Laurents zu führenden Geistlichen nicht nur seiner Heimatstadt, sondern auch darüber hinaus. Der hier entstehende intensive Austausch führte wiederum zu verstärkten Impulsen zu einer Ausgestaltung unterschiedlicher Frömmigkeitsformen wie auch sozial-karitativer Initiativen. Durch diese enge Verzahnung entstand ein katholischer Kommunikationsraum, in dem Informationen zirkulierten und Praktiken gezielt aufgenommen, angepasst und in neue Kontexte übertragen wurden. Die Referentin betonte, dass dieses Netzwerk als Transmissionsriemen fungierte, durch den religiöse Praktiken, Organisationsformen und Deutungsmuster grenzüberschreitend transferiert und in neuen Kontexten implementiert wurden. Anhand einiger Beispiele aus Laurents Luxemburger Jahren führte die Referentin aus, wie sich nicht nur dieser Frömmigkeitstransfer konkret darstellte, sondern dass gerade auch im Bereich von Ordensgründungen und -ansiedlungen im Großherzogtum ganze Handlungsmodelle religiöser Praxis durch Laurent über sein Netzwerk importiert wurden. Sein Netzwerk fungierte darüber hinaus auch als politisches Instrument, das Handlungsspielräume eröffnete, wo staatliche Grenzen und Gesetze diese einschränkten. Dies gilt auch für die preußische Phase seines Lebens.
Der anschließende Vortrag von Dr. Gregor Patt (Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim-Brauweiler) setzte sich mit dem Thema „Analoge Langzeitarchivierung: Langzeitarchivierung digitaler Daten auf Papier. – Pro & Contra“ auseinander. Archivgut, so der Referent, sind alle in ein Archiv übernommenen archivwürdigen Unterlagen unabhängig von ihrer Speicherungsform. Auch elektronische Unterlagen, die einer laufenden Aktualisierung unterliegen, sind zur Archivierung anzubieten. Die Archive müssen ggf. technische und organisatorische Maßnahmen zur Sicherung ergreifen und dafür Sorge tragen, dass die Unterlagen in ihrer Entstehungsform erhalten bleiben.
Es gibt archivfachlich keine Gründe, genuin elektronisch entstandene Daten („born digitals“) nicht auch elektronisch zu archivieren und somit in ihrer Entstehungsform dauerhaft zu sichern. Der Referent verwies dabei auf professionelle Partner, die dem einzelnen Archiv für eine archivfachlich geeignete, rechtssichere und durch IT-Experten begleitete digitale Langzeitarchivierung zur Verfügung stehen. Er stellte u. a. das Digitale Archiv NRW (DA NRW), den DIMAG-Verbundbetrieb (Digitales Magazin) in Hessen und das „krz.dipskirche“ vor. Auch aufgrund solcher Angebote sei die Notwendigkeit der Archivierung elektronischer Unterlagen in ihrer Entstehungsform für die betroffenen Archive alternativlos. Eine analoge Archivierung digitaler Daten sei dagegen keine Option.
Einen anderen Aspekt beleuchtet das in der jüngeren Vergangenheit exponentiell gestiegene digitale Datenvolumen (seit 2010 um das 70-Fache). Ein Ende ist hier nicht in Sicht, was auch mit der Zunahme immer leistungsfähigerer Geräte und Speicherlösungen zusammenhängt. Hinzu kommt, dass sich auch in den Verwaltungen und Arbeitsprozessen eine immer stärkere Verlagerung weg vom Papier und hin zu rein digitalen Arbeitsweisen abzeichnet. Wichtig ist es zudem, dass Medienbrüche vermieden werden müssen, d. h. dass Informationen von Anfang bis Ende in derselben Form verarbeitet werden. Die Realisierung medienbruchfreier Prozesse ist ein Kernziel der Geschäftsprozessoptimierung und der digitalen Transformation.
Die Archive dürfen sich auf einem solchen auch für sie alternativlosen Geschehen nicht abschrecken lassen. Archivfachliche Vernetzung, Unterstützung durch fachliche IT-Kompetenz, die Einbringung in kirchliche wie staatliche Netzwerke, aber auch die eigene konsequente Fort- und Weiterbildung werden es – so das Resümee des Referenten – möglich machen, sich den Herausforderung einer digitalen Langzeitarchivierung zu stellen.
Nach dem Mittagessen schloss sich um 14 Uhr der Exkursionsteil der Tagung an, der drei nahe beieinander liegende Ziele in der Aachener Innenstadt umfasste. Die Teilnehmenden besuchten, aufgeteilt in drei Gruppen: 1) Das Bischöfliche Diözesanarchiv, das dessen Leiterin Dr. Beate Fleck vorstellte; 2) die Domschatzkammer (individuelle Nutzung von Audioguides) und 3) den Aachener Dom, der durch Dompropst Rolf-Peter Cremer vorgestellt wurde. Nach Beendigung der Führungen feierten die Teilnehmenden um 18.15 Uhr eine hl. Messe im Dom mit dem Hauptzelebranten Bischof Helmut Dieser. Der Abend klang mit einem gemeinsamen Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant aus.
Der dritte Konferenztag begann nach Laudes und hl. Messe in der Kind-Jesu-Kapelle in der Aachener Innenstadt und dem Frühstück in der Akademie um 9.30 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Markus Luber SJ (Hochschule St. Georgen in Frankfurt) über den „Umgang mit Museumsgut in Ordensarchiven“. Der Referent betonte eine „postkoloniale Perspektive“ und sah aufgrund ihrer Bewertungskompetenz Archive u. a. als „Orte der Macht“, wies ihnen aber auch im Kontext postkolonialer Theoriebildung eine zentrale Rolle zu. Er sieht hier einen wichtigen Perspektivenwechsel der Missionswissenschaft, sei doch früher eher eine Binnenperspektive dominant gewesen. Er deutet Mission wie auch Archive als Spiegel institutioneller Macht, welche aber traditionell in der Regel eurozentrisch ausgerichtet waren.
Im Zusammenhang mit einer neuen Kontextualisierung in der postkolonialen Debatte seien die Archive aufgefordert, auch „gegen den Strich zu lesen“. Früher als selbstverständlich genutzte Benennungen müssten neu definiert und reflektiert werden. Daraus ergeben sich neue Fragen, z. B. hinsichtlich der Art der Darstellung lokaler Gegebenheiten, der Frage, was wurde (bewusst) nicht geschrieben, und wie kann ein lokaler Anteil in der Mission ggf. (wieder) sichtbar gemacht werden. Aus der Notwendigkeit einer solchen notwendigen Sensibilisierung heraus plädierte der Referent für einen „synodalen Zugang“ zu dem in unseren Archiven aufbewahrten Museumsgut und appellierte im postkolonialen Diskurs an die Ordensgemeinschaften, sich zu fragen, wie sie hier Unterstützung leisten könnten.
Nach einer Kaffeepause schloss der Vormittag mit dem Konferenzteil, über den ein eigenes Protokoll erstellt und intern versandt wird. Nach dem Mittagessen schloss die Tagung.
Dr. Wolfgang Schaffer, Pulheim-Brauweiler, den 1. Mai 2026
Tagungsprogramm: Programm 2026.
——————————-
AGOA-Workshop am 26./27. Oktober 2023 in Hünfeld
Bereits zum sechsten Mal fand am 26. und 27. Oktober 2023 der AGOA-Workshop statt. Nachdem dieser bisher immer im Haus Klara der Oberzeller Franziskanerinnen bei Würzburg stattgefunden hatte, haben wir in diesem Jahr das St. Bonifatiuskloster der Oblatenmissionare in Hünfeld als Tagungshaus gewählt. Grundsätzlich sollen diese Workshops in einer kleineren Gesprächsrunde Gelegenheit zum Austausch über aktuelle, vor allem auch praktische Fragen unserer täglichen Archivarbeit geben. 15 Ordensarchivarinnen und -archivare nahmen daran teil.
Wie bereits im Vorjahr (Rechtsfragen beim Umgang mit Fotos im Archiv) war eine Arbeitseinheit einem besonderen archivischen Thema gewidmet. Herr Michael Steppes von der Startext GmbH Bonn sprach über „Die Archivierung von Websites. Notwendigkeit und technische Lösung“. Die Präsentation seines Vortrags kann hier nachgelesen werden.
Berichte über frühere Jahrestagungen
- Protokolle der 8. bis 15. Jahrestagung (2004 bis 2011)
- Protokoll der 16. Jahrestagung der AGOA vom 16. bis 18. April 2012 (Freising)
- Protokoll der 17. Jahrestagung der AGOA vom 8. bis 10. April 2013 (St. Ottilien)
- Protokoll der 18. Jahrestagung der AGOA vom 28. bis 30. April 2014 (Paderborn)
- Protokoll der 19. Jahrestagung der AGOA vom 13. bis 15. April 2015 (Puchberg)
- Protokoll der 20. Jahrestagung der AGOA vom 4. bis 6. April 2016 (Nütschau)
- Protokoll der 21. Jahrestagung der AGOA vom 3. bis 5. April 2017 (Würzburg)
- Protokoll der 22. Jahrestagung der AGOA vom 9. bis 11. April 2018 (Fürstenried)
- Protokoll der 23. Jahrestagung der AGOA vom 29. April bis 1. Mai 2019 (Mainz)
- Protokoll der 24. Jahrestagung der AGOA vom 25. bis 27. April 2022 (Schmochtitz)
- Protokoll der 25. Jahrestagung der AGOA vom 17. bis 19. April 2023 (Siegburg)
- Protokoll der 26. Jahrestagung der AGOA vom 8. bis 10. April 2024 (Fürstenried 2024)
- Protokoll der 27. Jahrestagung der AGOA vom 28. bis 30. April 2025 (Freiburg 2025)